Landschaftspflegeverband Östliches Harzvorland e.V.
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Pflege der Kupferschieferhalden bei Wimmelburg

Gebietsbeschreibung

 

Das Projektgebiet liegt in der Landschaftseinheit Östliches Harzvorland. Es erstreckt sich westlich von Eisleben zwischen Wimmelburg und Blankenheim im FFH Gebiet 109.
Das Gebiet wird durch das gehäufte Vorkommen von Halden des Kupferschieferbergbaus aus unterschiedlichen Epochen charakterisiert. Insbesondere sind auf den kleineren Familienhalden, welche um 1200-1500 entstanden, verschiedene schwermetalltolerante Arten zu finden, welche nur hier in der Region vorkommen und somit einzigartig sind. Diese Arten bilden sogenannte Schwermetallrasen und gehören zum Lebensraumtyp 6130 (für mehr Informationen zum LRT6130 hier klicken)

 

Die verstreuten Halden mit ihren unterschiedlichen Strukturen bilden ein Lebensraummosaik und bieten zahlreichen gefährdeten Tierarten geeignete Lebensbedingungen. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen der Schlingnatter welche als Anhang IV Art in der FFH Richtlinie geführt wird. Neben zahlreich auftretenden Laufkäferarten tritt der Reichtum an Bläulingsarten hervor. Die Vogelwelt der Haldenlandschaft bestimmen Steinschmätzer, Hausrotschwanz und Feldsperling sowie in gehölzreicheren Abschnitten Sperbergrasmücke, Goldammer, Nachtigall, Neuntöter und Raubwürger. Von den Säugetieren ist das Vorkommen von Feldhase, Mauswiesel und Hermelin hervorzuheben.

 

Ziel des Projekts.

Der Lebensraumtyp 6130 auf den Halden ist durch zunehmende Verbuschung und Vergrasung akut bedroht. Das bedeutet, dass die seltenen wertgebenden Arten durch andere einwandernde Arten verdrängt werden. Durch die zunehmende Vergrasung der Halden akkumuliert sich immer mehr Biomasse, die als Pufferzone zum darunter liegenden schwermetallhaltigen Gestein wirkt. Dadurch können auch Arten einwandern, die weniger tolerant auf Schwermetalle reagieren. So wachsen die Halden mit der Zeit immer weiter zu. Offene Flächen verschwinden und Gehölze dominieren die Haldenbereiche. Ziel des Projektes ist es auf ausgewählten Halden der zunehmenden Verbuschung und Vergrasung entgegenzuwirken, damit die Schwermetallrasen erhalten bleiben. Hierzu wurden verschiedene Pflegemaßnahmen angewandt. Eine Komplettentbuschung der Halden war dabei nicht beabsichtigt. Vielmehr wurden Teilbereiche, auf denen Restvorkommen von Schwermetallrasen vorhanden sind freigestellt. Die unbearbeiteten Bereiche bieten weiterhin Rückzugsmöglichkeiten für Tiere insbesondere für Vogelarten.

 

 

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